Gemeinde Burgberg im Allgäu

Staatsstraße, mit Geh- und Radweg, nach Agahtazell in Rekordzeit gebaut und eingeweiht.


Rund 20 Jahre hat die Gemeinde immer wieder versucht, die Genehmigung, eine finanzielle Unterstützung, sowie den Grunderwerb für den Ausbau der Straße nach Agahtazell zu erhalten. Und dann ging auf einmal alles so schnell, dass die Realisierung, inklusive Geh- und Radweg, in einer Rekordzeit von nur rund einem Jahr erfolgte.

Am 26. Oktober 2017 erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe durch Bürgermeister Dieter Fischer, und dem Segen durch Pfarrer Florian Rapp und der evangelischen Kollegin Antje Pfeil-Birant.

In seiner Rede dankte Fischer allen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit. Besonders bedankte sich der Bürgermeister für das Entgegenkommen der betroffenen Grundstückseigentümer. So hat zum Beispiel eine Erbengemeinschaft den gesamten Steinbruch (vier Hektar) an die Gemeinde verkauft. Ohne dies hätte die Erneuerung der Staatsstraße nie erfolgen können. Auch verwies Dieter Fischer darauf, dass alle Parteien im Gemeinderat seit der letzten Wahl, diesen Ausbau unbedingt wollten und ihn immer dabei voll unterstützt hatten. Dennoch hat es die Gemeinde letztlich dem persönlichen Engagement unseres Bürgermeisters zu verdanken, dass wir nun als Fußgänger oder Radfahrer sicherer sind. Zumal der Ausbau der Straße, laut staatlichem Bauamt in Kempten, „nur“ zweite Priorität war. Doch Bürgermeister Fischer erreichte bei persönlichen Gesprächen mit Staatssekretär Gerhard Eck im Herbst letzten Jahres die Zusage einer Förderung.

Derzeit gibt es noch die Herausforderung der Entsorgung von Altlasten, die durch den Aushub beim Neubau der Straße entstanden sind. Dies sei nicht nur teuer, sondern auch aufwendig, so Dieter Fischer. Nach erfolgter Entsorgung der Altlasten, deren Kosten die Gemeinde nicht betreffen, plant die Gemeinde auf den frei werdenden Flächen öffentliche Parkplätze für die Besucher von Burgberg sowie eventuell sogenannte Auffangparkplätze“ für Besucher, die weiter in das südlichere Oberallgäu möchten. Dazu muss natürlich sichergestellt werden, dass sie auch mit öffentlichem Verkehrsmittel weiter transportiert werden.

Nun hofft die Gemeinde auf den weiteren Ausbau bis zum „Goymooskreisel“, zumal es positive Signale von den Grundstückeigentümern gäbe, so Dieter Fischer. Auch dieser Abschnitt hätte zwar „nur“ zweite Priorität, aber die Gemeinde werde überall anklopfen, um die zweite Etappe in naher Zukunft zu realisieren. Unterstützt wurde Fischer von Landrat Toni Klotz, der durch die Erneuerung der Staatsstraße, die Lebensqualität gesteigert sieht und dem die Verkehrssicherheit am Herzen liege. Landrat Klotz verglich den jetzigen Ausbau mit der Sinfonie „Die Unvollendete“ von Franz Schubert. Er wäre schön, wenn dieser erste Abschnitt bis zum Goymooskreisel bald vollendet werden könnte.

Die gesamten Baukosten belaufen sich für den Geh- und Radweg, die Linksabbiegespuren, den Ausbau in Agathazell auf rund 1,5 Millionen Euro, wovon ca. 900.000 Euro Fördermittel sind und ca.600.000 Euro die Gemeinde Burgberg selber tragen muss. Die Baukosten für den Straßenabschnitt beziffert das Staatliche Bauamt auf ca. 2,3 Millionen Euro.

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