Gemeinde Burgberg im Allgäu

Asyl in Burgberg im Allgäu

Asyl in Burgberg im Allgäu

Seit Dezember 2015 ist die Unterkunft für Asylbewerber an der Häuserer Allee fertiggestellt. Sie bietet aktuell Platz für ca. 50 Personen und ist seit Januar 2016 belegt. Es wurde auch bereits ein Unterstützerkreis gegründet, der mit ca. 70 Freiwilligen den Flüchtlingen behilflich ist sich in Burgberg zu recht zu finden.

Der Unterstützerkreis unterteilt sich in folgende Gruppen:

  • Deutsch/Brauchtum
  • Alltag/Arzt
  • Freizeit/Sport
  • Kleidung/Ausstattung
  • Beschäftigung/Arbeit
  • Fahrrad
  • Öffentlichkeit
  • Kinder/Jugendliche/Familien
  • Springer

Spenden

Nachdem der aktuelle Bedarf momentan noch nicht eingeschätzt werden kann, werden zur Zeit keine Sach- und Kleiderspenden für Asylbewerber benötigt. Geldspenden bitten wir mit dem Stichwort: “Asyl” auf folgendes Konto der Gemeinde zu überweisen.

Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu, IBAN: DE95 7336 9920 0004 1002 47

Aktuelles aus dem Helferkreis

Deutschkurse

Die Asylbewerber in Burgberg möchten so schnell als möglich Deutsch lernen. Deshalb hat sich auch der Großteil der Asylbewerber für einen Erstorientierungskurs in Deutsch angemeldet. Der Erstorientierungskurs wird durch das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft normalerweise in Immenstadt durchgeführt.

Durch das Engagement des Teams „Deutsch“, dem Entgegenkommen des Beruflichen Fortbildungszentrums und der Gemeinde Burgberg wird der Erstorientierungskurs aber nun vier Mal wöchentlich, bis zum 30.06.2016, in Burgberg im Markthaus stattfinden. Somit können die Asylbewerber, die ja nur eingeschränkt mobil sind, den Kurs zu Fuß erreichen.
Dafür bedankt sich der Unterstützerkreis im Namen der Asylbewerber recht herzlich.

Zwischenbericht des Unterstützerkreises

Vier Wochen nach dem Eintreffen der Asylbewerber in Burgberg traf sich der Unterstützerkreis erneut, zusammen mit der Caritas und Bürgermeister Fischer, im Markthaus.

Die Herausforderungen in den einzelnen Gruppen des Unterstützerkreises sind vielfältig und sehr zeitaufwendig. Die größte Herausforderung ist und bleibt die Kommunikation. Die Flüchtlinge sprechen noch kein Deutsch und nur wenige Englisch. Somit sind vor allem die Gruppen „Alltag“, „Familie“ und „Deutsch“ auf ehrenamtliche Dolmetscher angewiesen, die hier im Oberallgäu bereits seit mehreren Jahren wohnen.

Egal ob bei einem Arztbesuch, im Deutschunterricht oder bei behördlichen Problemen sind diese Dolmetscher unverzichtbar. Sie kommen, wenn sie gebraucht werden. Und das, obwohl sie selber voll berufstätig sind. Den Einsatz dieser privaten Dolmetscher kann man gar nicht genug loben, so einstimmig die Helfer.

Um diese Herausforderung zu mindern, findet regelmäßig vier Mal in der Woche freiwilliger Deutschunterricht für die Flüchtlinge statt. Und unsere neuen Bewohner nehmen diese Hilfe gerne an. Sie möchten so schnell als möglich Deutsch lernen. Daher sind alle auch mit Eifer dabei, so die Deutschgruppe.

Die Gruppe „Familie“ berichtet, dass bereits fünf schulpflichtige Kinder eingeschult wurden. Zwei gehen in die Mittelschule in Blaichach und drei in die Grundschule in Burgberg. Um auch die Kleinsten zügig zu integrieren, wurden bereits die ersten Gespräche mit der Kindergartenleitung geführt und die Einrichtung wurde von den Eltern besichtigt.

Ob Fußball, Basketball, Badminton oder auch Kinderturnen, dank der großartigen Unterstützung unserer Sportvereine, sind die Asylbewerber, Erwachsene sowie Kinder, hier auch schon aktiv, so die Gruppe „Sport/Freizeitgestaltung“.

Die Gruppe “Fahrrad” berichtet, dass mittlerweile alle Asylbewerber mit Fahrrädern mobil sind, auch wenn es mit den Verkehrsregeln noch hapert. Dies ist der großen Spendenbereitschaft der Burgbergerinnen und Burgberger zu verdanken.
Das gleiche gilt auch für die Spenden bei der Bekleidung. Alle Personen konnten mit dem nötigsten ausgestattet werden, auch die Kinder. Leider steht der jetzige Raum der Sparkasse Burgberg nur noch bis Ende März zur Verfügung. Bis ein neuer Raum gefunden wird, ist es leider nicht mehr möglich, neue Sachspenden anzunehmen.
Sobald es eine neue Lösung gibt, erfolgt weitere Information.

Des Weiteren werden Sachspenden für die neue Gruppe „Garten“ gesucht. Und zwar alles, was man so benötigt, um einen Garten anzulegen, z. B. Spitzschaufeln, Spaten, Rechen, Hacken, Gießkannen, Regentonnen, Töpfe in allen Größen, Schubkarren, Mörtelwannen, Holz für die Hochbeete, Hammer, Nägel, sowie Fuchsschwanz usw. Die Gartenspenden können ab sofort im Wertstoffhof in Burgberg, während den regulären Öffnungszeiten, abgegeben werden.

Hinter dieser neuen Gruppe „Garten“ steckt die Idee, zusammen mit den Flüchtlingen, bei der Unterkunft zu gärtnern. Die Asylbewerber sollen dadurch wieder mehr ein Stück Selbstbestimmtheit zurück erhalten und sie gehen damit einer Beschäftigung nach. Denn nichts ist schlimmer als Langeweile. Nebenbei lernen sie noch spielerisch Deutsch, können Gemüse und Kräuter anbauen und natürlich auch ernten. Die Gruppe „Garten“ bedankt sich im Voraus für ihre Unterstützung.
Dank der guten Mitarbeit der Flüchtlinge und dem Willen sich zu integrieren, ist die Situation sehr positiv. Dies zeigte sich auch bei einer unangemeldeten Feuerwehrübung der Freiwilligen Feuerwehr Burgberg.

Beklagt wurde jedoch von den Helfern, die oft nicht zufriedenstellende Unterstützung durch die öffentlichen Stellen, insbesondere des Landratsamtes. Man fühle sich oft allein gelassen und man wisse nicht genau, wer in welcher Situation zuständig sei. Bürgermeister Fischer sicherte von Seiten der Gemeinde volle Unterstützung zu. Er bedankte sich auch im Namen der Gemeinde bei allen ehrenamtlichen Helfern und Dolmetschern, ohne die eine solche Aufgabe nicht zu schaffen wäre.

Aufruf zur Fahrradspende

Ihr alter Drahtesel will wieder bewegt werden – Aufruf zur Fahrradspende.
Mobilität ist wichtig, auch für die neuen Mitbewohner in der Asylunterkunft in Burgberg. Deshalb sammelt der Unterstützerkreis Asyl ab sofort funktionstüchtige Fahrräder sowie Zubehör (Mäntel, Schläuche, Luftpumpen, Flickzeug, Helme, Werkzeug…).

Die Fahrräder und das Zubehör können am Wertstoffhof zu den üblichen Öffnungszeiten abgegeben werden. Die Räder werden dort gesammelt, gesichtet und von den zuständigen Personen des Unterstützerkreises an die Bewohner der Asylunterkunft gegen eine geringe Leihgebühr ausgegeben. Notfalls holen wir ihren Drahtesel auch ab, falls er nicht alleine aus dem Keller will.

Nähere Informationen erhalten Sie bei Heinz Günther (08321/87284), Christian Gindhart (08321/788894), Eberhard Vaas (08321/89974). Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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