Gemeinde Burgberg im Allgäu

Bergwaldoffensive

Bergwaldoffensive

„Betroffene zu Beteiligten machen – Hand in Hand für den Bergwald von morgen.“
Der Alpenraum ist vom Klimawandel besonders betroffen. Damit ändern sich die Wuchsbedingungen der Bergwälder auf drastische Weise. Gleichzeitig nimmt die Gefahr von Naturkatastrophen zu. Die Bedeutung des Bergwaldes als ein nachhaltig wirksamer Vorsorgefaktor steigt. Ohne aktive Maßnahmen wird er seine lebenswichtige Schutzfunktion auf Dauer nicht erfüllen können. Deshalb muss der Bergwald schon heute an die Wuchsbedingungen von morgen angepasst werden. Hierbei kommt es insbesondere auf Stabilität, Vitalität und Baumartenmischung an. Diesem Umstand trägt die Bayerische Staatsregierung im Klimaprogramm 2020 Rechnung. Das Programm bildet den Rahmen für die im Jahr 2008, als forstliches Sonderprogramm, ins Leben gerufene sogenannte Bergwaldoffensive (BWO). Erklärtes Ziel war und ist es dabei, den Bergwald nachhaltig zu stabilisieren und auf die zukünftigen Wuchsbedingungen vorzubereiten. Dies geschieht nach dem Motto: Vorsorge ist besser als heilen! Kostenintensive Pflanzungen und Lawinenverbauungen (Schutzwaldsanierung!) sollen in Zukunft verhindert werden. Für die Jahre 2008 bis 2011 wurden in Bayern Mittel in Höhe von 7,5 Mio. € für die BWO bereitgestellt.

Auch für das Jahr 2012 wurden wieder Mittel für die Weiterführung der Bergwaldoffensive zur Verfügung gestellt.

Um das Ziel eines stabilen und vitalen Bergmischwaldes im Projektgebiet Grünten zu erreichen, ist neben konkreten forstliche Maßnahmen, vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Burgberg, den beteiligten Grundbesitzern und den Interessensvertreten (Jagd, Tourismus, Naturschutz, Freizeitnutzung etc.) entscheidend.

Viele dieser dringenden Maßnahmen sind für den einzelnen Waldbesitzer im Bergwald, auf Grund schwieriger Geländeeigenschaften und Besitzstrukturen, unklarer Grenzverläufe und schlechter Erschließung oft nicht kostendeckend oder überhaupt nicht durchführbar. Anhand eines Vertrages (BWO-Vereinbarung) mit den Beteiligten Waldbesitzern, übernimmt die Bergwaldoffensive einen großen Teil der anfallenden Kosten.

Das Projektgebiet Grünten

Der Grünten zeichnet sich durch vielfältige Strukturen aus.
Flachere Alpflächen kommen ebenso vor wie steilste, bewaldete Flanken und Felswände.
Die „Waldbilder“ sind hier sehr stark vom ehemaligen Erzabbau und der damit verbundenen Köhlerei beeinflusst. Die Folgen dieser Bewirtschaftung zeigen sich vor allem in den heute vorherrschenden reinen Fichtenwäldern. Diese weisen zahlreiche Schäden, beispielsweise durch Sturm, Borkenkäferbefall und durch Schalenwild (Rotwild, Rehwild, Gamswild) auf. Des Weiteren wurde in vielen Waldflächen, vor allem in den sehr steilen und unzugänglichen Lagen, noch nie Forstwirtschaft betrieben. Das Ergebnis sind zum Teil instabile Wälder, die nur sehr schlecht auf die Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet sind.

Weitere Informationen zum Projektgebiet und zur Bergwaldoffensive finden Sie auf unserer Homepage: www.bergwald-offensive.de

Im BWO-Kurrier der Bergwaldoffensive vom Juni 2012 wird das Projekt Grünten ebenfalls vorgestellt.

BWO-Kurier - Ausgabe Juni 2012

Aktuelle Informationen und den neuesten BWO-Kurrier finden Sie hier:

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