Burgberg im Allgäu Panorama

Kommunale Wärmeplanung

 

Kommunale Wärmeplanung ILE Alpsee Grünten gestartet

Im Rahmen der Klimaschutzbemühungen der Bundesregierung wurde ein Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung beschlossen und im Klimaschutzgesetz der Bundesregierung festgelegt. Spätestens ab 2045 sollen keine fossilen Energieträger mehr genutzt werden. Weitere gesetzliche Regelungen finden sich hierzu im Rahmen der Gesetzgebung zur „CO2-Abgabe“, des Gebäudeenergiegesetzes und der kommunalen Wärmeplanung. Im Zusammenhang mit dem Wärmeplanungsgesetz ist jede Kommune in Deutschland dazu verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2028 einen kommunalen Wärmeplan aufzustellen.

Mit der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung wurde die energielenker projects GmbH von den Alpsee Grünten Regionen (Stadt Sonthofen, Stadt Immenstadt, Gemeinde Blaichach, Gemeinde Burgberg und Gemeinde Rettenberg) beauftragt.

Das Projekt ist zum 1. April 2025 gestartet und wird voraussichtlich Ende März 2026 fertiggestellt werden.

Für die kommunale Wärmeplanung werden die Situation vor Ort analysiert, Potenziale für erneuerbare Energien und Abwärme ermittelt, ein Zielszenario erstellt, das Gebiete in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete eingeteilt und Maßnahmen für die Wärmewendestrategie entwickelt.

Kommunale Wärmeplanung: Informationen zur erfolgten Eignungsprüfung

Eignungsprüfung nach § 14 WPG – Wärmenetz

„(1) Die planungsverantwortliche Stelle untersucht das beplante Gebiet im Rahmen einer Eignungsprüfung auf Teilgebiete, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für eine Versorgung durch ein Wärmenetz […] eignen.“

Wenn: „derzeit kein Wärmenetz besteht und keine konkreten Anhaltspunkte für nutzbare Potenziale für Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme vorliegen, die über ein Wärmenetz nutzbar gemacht werden können; aufgrund der Siedlungsstruktur und des daraus resultierenden voraussichtlichen Wärmebedarfs davon auszugehen ist, dass eine künftige Versorgung des Gebiets oder Teilgebiets über ein Wärmenetz nicht wirtschaftlich sein wird.“

Datengrundlagen:
Wärmenetzverlauf, Siedlungsstrukturen, industrielle Struktur, Wärmeliniendichten (Datensatz vom Land)

In der Eignungsprüfung werden die Gebiete (in Blau) dargestellt, die in den weiteren Phasen der kommunalen Wärmeplanung detailliert  hinsichtlich der Eignung für ein Wärmenetz-, Wasserstoffnetzgebiet oder ein Prüfgebiet analysiert werden. Für die restlichen Gebiete wird das verkürzte Verfahren nach Wärmeplanungsgesetz angewendet. Diese Gebiete werden als Gebiete gekennzeichnet, in denen die Wärmebereitstellung voraussichtlich über dezentrale Wärmeerzeuger erfolgen wird.

Zwischenbericht zur Kommunalen Wärmeplanung liegt vor

Der Zwischenbericht zur Kommunalen Wärmeplanung wurde dem Gemeinderat am 06.10.2025 vorgestellt. Die Ergebnisse können aus der Präsentation der energielenker projects GmbH entnommen werden (siehe PDF- Datei). Das Endergebnis wird voraussichtlich Ende März 2026 dem Gemeinderat bzw. der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Maria Eggensberger

Klimaschutzmanager Blaichach & Burgberg

Herbert Hanser

Telefon: 08321 / 8008-341

E-Mail an Herbert Hanser

Seit Mai 2025 ist Herbert Hanser der neue Klimaschutzmanager der Gemeinde Burgberg. Der gelernte Zimmermann ist Bautechniker und Energieberater und hat langjährige Berufserfahrung im Bereich der Planung von energieeffizienten Gebäuden und ökologisch orientiertem Bauen. Seit über 17 Jahre ist er Bereichsleiter für das Energie- & Umweltzentrum Allgäu. Für die Gemeinden Bad Hindelang und Blaichach ist er zudem seit 2022 als Klimaschutzmanager tätig. Er wohnt in Sonthofen in in einem energetisch saniertem „Effizienzhaus“ und hat schon vor 20 Jahren in eine zentrale Lüftungsanlage und bei allen Außenbauteilen in eine sehr gute  Wärmedämmung investiert. „Heute würden sich viele Menschen freuen, wenn sie nur drei bis vier Ster Brennholz im Jahr für die Beheizung ihres gesamten Hauses inkl. der Warmwassererzeugung benötigen. Durch diese Maßnahmen wurde auch der Wohnkomfort im Gebäude wesentlich erhöht. Zudem erzeugen die PV- Anlagen ca. dreimal sowie Strom als benötigt wird und in Verbindung mit einem Batteriespeicher kommt nur noch ein sehr geringer Anteil aus dem Netz.“ meint Hanser. Sein Fazit: Wer es ernst meint mit dem Klimaschutz, der darf nicht nur reden, sondern auch mit gutem Beispiel vorangehen.