Das Reihenendhaus aus dem Jahr 1977 wurde bereits 2005 umfassend energetisch saniert. Der Verbrauch lag damals bei rund 2.000 Liter Heizöl im Jahr (ca. 20.000 kWh/a) und neben vorhandenen Feuchteschäden war es vor allem im Winter nicht gerade behaglich im Gebäude. Da auch eine Modernisierung und ein Dachgeschossausbau nach dem Besitzerwechsel anstand, war der richtige Zeitpunkt für eine komplette Gebäudesanierung gekommen.
Alle Außenwände und das Dach wurden mit nachwachsenden Rohstoffen gedämmt. Auch die Kellerdecke wurde unterseitig gedämmt und Wärmebrücken beseitigt. Die neuen Fenster wurden bereits mit 3- fach- Verglasung ausgeführt und wärmebrückenoptimiert eingebaut. Für alle Fenster und auch für die vorgehängte Fassade wurde unbehandeltes Lärchenholz verwendet.
Zudem wurde eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bei der umfassenden Sanierung zur Reduzierung der Lüftungswärmeverluste und Komfortsteigerung gleich mit installiert. Die Planung und Ausführung im Rahmen der Gebäudesanierung war anspruchsvoll, dafür wird aber nun auch die Bausubstanz zudem vor Feuchteschäden geschützt. Die Anlage sorgt nun ständig für eine gute Raumluftqualität und entlastet die Allergiker durch einen zusätzlichen Pollenfilter. Der Strombedarf zum Betrieb sowie die notwendige Wartung ist gering.
Als Heizsystem wurde ein Scheitholzkessel mit Pufferspeicher in Verbindung mit einer Solarthermieanlage auf dem Dach eingebaut. Uns war es damals auch schon wichtig, dass keine fossilen Energien mehr eingesetzt werden und die Wertschöpfung in der Region bleibt. Der Heizwärmeverbrauch inkl. Warmwasserbereitung lag im Durchschnitt der letzten 20 Jahren bei nur ca. 3- 4 Ster Brennholz pro Jahr was ca. 5.500 kWh/a entspricht. Der Verbrauch wurde somit durch die energetische Sanierung über 70 % reduziert!
Sehr gute Voraussetzungen sind somit auch bereits für den Einbau einer Luft-Wasser- Wärmepumpe, die im Sommer 2026 eingebaut wird, geschaffen worden.
Durch bereits installierte PV- Anlagen auf dem Dach und an der Fassade sowie dem Batteriespeicher werden ca. 80 % des aktuellen Stromverbrauchs vor Ort erzeugt und die restliche Strommenge noch in das öffentliche Netz eingespeist. Eine Erweiterung der PV- Anlagen ist mit Einbau der Wärmepumpe und für die Beladung eines E- Autos bereits eingeplant. Auch mit Einbau der Wärmepumpe und Beladung des E- Autos wird dann mehr Energie am Gebäude erzeugt werden als insgesamt verbraucht wird.
Unser Fazit 20 Jahre nach der umfassenden Sanierung:
Neben der sehr großen und bereits dargestellten Verbrauchsreduzierung ist auch eine spürbare Wohnkomfortsteigerung und ein wesentlich verbesserter sommerlicher Hitzeschutz durch die energetische Sanierung erzielt worden. Die Investitionen und auch der große Eigenleistungsanteil hat sich nachträglich betrachtet für uns mehr als gelohnt.
Wer noch mehr detaillierte Infos zu unserem Gebäude erhalten möchte oder eine Frage für sein Projekt hat, kann mich sehr gerne kontaktieren.
Praxis- und Erfahrungsbericht von Herbert Hanser (Text und Fotos: © Herbert Hanser)
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