In der Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1996 ist bereits eine Fußbodenheizung vorhanden und das Oberschoss wurde bereits zusätzlich gedämmt. Auf dem Dach ist eine Aufsparrendämmung ausgeführt worden um auch den sommerlichen Hitzeschutz zu verbessern. Obwohl der Verbrauch der Ölheizung mit durchschnittlich ca. 1.000 Liter / Jahr für dieses Gebäude sehr gering war, entschied sich die Familie Pilz 2025 eine Luftwärmepumpe vom Fachmann einbauen zu lassen. Anfängliche Überlegungen eine Grundwasserwärmepumpe einzubauen wurden schnell verworfen, da eine weiter Verbrauchsreduzierung nicht im Verhältnis zu den entstehenden Kosten stand. Die Außeneinheit ist gleich neben der Terrasse aufgestellt worden und selbst im Winter, wenn die Wärmepumpe am meisten leistet, kaum zu hören. Die Inneneinheit der Wärmepumpe, ein Pufferspeicher mit einem Volumen von 725 Liter und eine Frischwasserstation wurden kompakt und sehr ordentlich vom Fachbetrieb im Keller installiert. Zusätzlich wurde eine PV- Dachanlage mit 7,9 kWp und ein 10,2 kWp Batteriespeicher eingebaut der demnächst noch erweitert wird. Die PV – Anlage reduziert wesentlich den Stromverbrauch für die Wärmepumpe und für den Haushaltsstrom. Durch die Installation einer Solarthermieanlage mit 10,8 m2 Fläche wird das Warmwasser erzeugt und die Heizung unterstützt. Die Wärmepumpe ist dadurch vom Frühjahr bis in den Herbst nicht in Betrieb womit auch ihre Lebensdauer verlängert wird. Zusätzlich freut sich die Familie Pilz im Winter über ihre Wärme aus dem Kachelofen, was gerade in sehr kalten Tagen die Leistung der Wärmepumpe zusätzlich vermindert. Als weitere energetische Maßnahme steht in den nächsten Jahren noch ein Fenstertausch an. Dadurch wird der Wärmebedarf noch weiter sinken.

Fazit der Fam. Pilz: „Nach anfänglicher Skepsis sind wir froh, diesen Schritt getan und mit der Wärmepumpe eine zukunftsorientierte und nachhaltige Lösung gefunden zu haben“.

Praxis- und Erfahrungsbericht der Familie Pilz aus Blaichach